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MAX! EQ-3 Heizungssteuerung

MAX! EQ-3 Heizungssteuerung

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Smarte Heizungssteuerung ist längst nichts Neues, viele Hersteller bieten hier unterschiedliche Ansätze und Lösungen an. Zu den unterschiedlichen Lösungen gesellen sich unterschiedliche Protokollstandards wie HomeKit und eigene Server und Apps. Wir haben uns die MAX! Heizungssteuerung von eQ-3 näher angesehen.

MAX! EQ-3 Heizungssteuerung

Der Hersteller an sich ist nicht neu. Er bietet ebenfalls das bekannte Homeatic System an und hat sich damit durchaus schon einen Namen auf dem Markt gemacht. Das MAX! System lockt mit einem breiten Angebot unterschiedlicher Komponenten als auch einem vergleichsweise günstigen Einstiegspreisen. Generell versuchen alle Heizungssteuerunglösungen über den gleichen Weg zu überzeugen: Mit Einsparungen beim Heizen.

Die Thermostate

Den Einstieg in das System stellt das Heizkörperthermostat dar. Alle Modelle besitzen eigene 7 Segment Displays, mit Ausnahme des Basic Modells das ohne Anzeige auskommen muss. Im Lieferumfang sind alle notwendigen Teile enthalten, so kann das Thermostat auf die meisten gängigen Heizkörper ohne besonderes Vorwissen oder zusätzliche Teile installiert werden. Die Geräte verbürgen über eine Frost- und Kalkschutzautomatik. Preislich startet das Basic Modell bei nur 15 Euro bishin zu den Plus Modellen die für rund 30 Euro erhältlich sind.

Das Gateway

Das Cube-LAN Gateway stellt die Zentrale, quasi die Bridge, für die Thermostate dar. Damit lassen sich die Geräte Raumübergreifend verbinden und so komplexere Heizpläne erstellen.

Die Thermostate sind auch ohne ein Gateway steuerbar, hier muss der Nutzer aber auf die angebrachten Displays und Bedienelemente zurück greifen. Bei der Verwendung mehrerer Thermostate wird die Steuerung Dank des Gateways, und der Software, deutlich vereinfacht. Hierfür gibt es eine eigene App, die Software ist aber auch direkt über den Browser jedes internetfähigen Geräts zu erreichen.

Zubehör

Neben den Hauptkomponenten gibt es noch unzählige Erweiterungen. So können Fensterkontakte geöffnete Fenster an die Thermostate weiter melden, ein Eco-Schalter dient zum Überschreiben der automatischen Heizpläne und ein zentrales Wandthermostat übernimmt die Steuerung auch ferab der Software und der direkten Regelung über die Heizkörper

Handhabung – eQ-3 im Alltagstest

Den Einstieg in das eQ-3 System fand ich im September 2016 mit einem Starterpack. Der grosse Vorteil: Für viele Anwendungsszenarien gibt es so vorfertigte Pakete mit denen auch noch etwas gespart werden kann. Zunächst hatte ich vor 2 Räume mit den Thermostaten auszustatten, als Smarthome Fan war für mich auch die Anschaffung des Gateways quasi Pflicht.

Die Installation an den Heizkörpern ist tatsächlich sehr unproblematisch, wobei beachtet werden muss dass die Thermostate an sich relativ gross ausfallen und damit in integrierten Lösungen etwas hackeliger zu installieren sind. Das Setup auf den Geräten an sich wäre sehr einfach, nach dem ersten Test habe ich die weiteren Geräte aber über die Software vorgenommen.

Diese ist technisch zwar sehr veraltet, optisch alles andere als ansprechend, funktioniert aber. Hier würde ich mir eine Neuentwicklung mit mehr Features und verbesserter Bedienung wünschen. Die Konfiguartion ist vergleichsweise einfach und wir ohne Probleme von den Thermostaten übernommen. Dank LAN Gateway ist auch das Steuern der Heizung außerhalb der eigenen vier Wände möglich – mein persönlicher Hauptanwendungsfall. Auch hier kann ich nichts negatives System berichten. Schön ist zwar etwas anderes – trotz allem funktioniert das System einfach.

Im Laufe der nächsten Wochen rüstete ich das System immer weiter auf – alle Heizkörper meiner Wohnung verfügen mittlerweile über eQ 3 Thermostate, zusätzlich habe ich die zentrale Wandsteuerung und einen Eco-Schalter angeschafft. Obwohl das System mittlerweile ziemlich umfangreich ist – und viele verschiedene Steuerungsmöglichkeiten besitzt – gibt es nach wie vor keine Probleme.

Ein kleiner Wermutstropfen: Es gibt keine Integration in Homekit – oder eine Anbindung zu Sprachdiensten – dementsprechend gibt es keine Möglichkeit das System per Sprache oder direkt aus integrierten Smarthomelösungen ab Werk zu nutzen.

Fazit

Nach einem Winter mit dem eQ-3 bin ich tatsächlich sehr positiv überrascht. Zugegeben, es gibt optisch ansprechendere und leichter zu bedienende Systeme, wobei sich diese Kritik vor allem gegen die Software richtet. Nichts desto Trotz ist das System einfach und funktioniert zuverlässig. Der Einstiegspreis liegt deutlich unter der Konkurrenz und das System kann beliebig, mit weiteren Thermostaten oder zusätzlichen Komponenten, erweitert werden.

 

Jan Gruber Podcaster, Blogger, Gamer, Switcher, Sportler - Unser Geek aus Wien

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